Aarons Schweigen

Ein Theaterstück mit Patienten der Klinik für Forensische Psychiatrie und Psychotherapie des HELIOS Hanseklinikum Stralsund

 

Innerhalb des Theaterzyklus zu den ZEHN GEBOTEN des Kreisdiakonischen Werkes Stralsund e.V., stellen Patienten der Forensischen Psychiatrie des HELIOS Hanseklinikums in diesem Jahr die Begierde im Mittelpunkt ihrer neuen Inszenierung und erforschen diesen als widersprüchlich bekannten Wesenszug des Menschen, der immer wieder zwischen Selbsterhaltung und Zerstörung, Glück und Unglück liegt.

Der Auszug aus Ägypten und die Aussicht auf ein Leben in Freiheit und größtmögliches Glück führen Moses und sein Volk in die Wüste. Doch niemand ist, wer nichts hat – in der Furcht vor der Unsicherheit des besitzlosen Wüstenlebens steigert sich ihr Begehren in eine zerstörerische Kraft, dem schließlich nichts mehr entgegenzusetzen ist als hilfloses Schweigen.

Über die Geschichte des Exodus tauchen die Patienten der Forensik in zeitkritische Bilder ein, in denen das Begehren als Antrieb menschlichen Handelns einerseits Veränderung und Ankommen ist, anderseits Ursache für Entfremdung und wiederholendes menschliches Leid. Denn wann wird aus dem Begehren nackte Gier? Wo schlägt der berechtigte Anspruch auf das eigene Glück in Schuld um? So entlässt uns das Theaterstück AARONS SCHWEIGEN in eine Welt des Unbehagens, die vom eigenen Unvermögen handelt, das auch immer das Unvermögen aller ist und uns dazu auffordert, das richtige Maß in der endlosen Befriedigung unserer Wünsche zu finden.
AARONS SCHWEIGEN ist Teil der Reihe KUNST, KULTUR UND KRANKENHAUS sowie bereits die zweite Produktion mit Patienten der Klinik für Forensische Psychiatrie und Psychotherapie in Zusammenarbeit mit dem HELIOS Hanseklinikum Stralsund und dem Kreisdiakonischen Werkes Stralsund e.V. unterstützt durch die Aktion Mensch und der DAMP Stiftung.

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