Die zehn Gebote

Ein besonderes Theaterstück mit Einheimischen und Zuwanderern aus Kriegsgebieten und anderen Ländern

DIE ZEHN GEBOTE; auf zwei Steintafeln geschrieben, buchstäblich wie vom Himmel gefallen und jahrtausendealt, sind sie bis heute universell und unverwüstlich – ein Gesetz über dem Gesetz. Die zeitlose Botschaft der ZEHN GEBOTE gehört zweifellos zum kostbarsten Schatz des kulturellen Gedächtnisses und haben unsere Kultur geformt. Fern jedweder Moralpredigt oder religiöser Nostalgie, sind sie eine humanistische Grundorientierung, die über alle Grenzen hinweg gilt. Sie beantworten die Frage, was den Menschen zum Menschen macht und was er mit all seinen Widersprüchen im Wesentlichen sein kann.

In poetisch zeitkritischen Bilderwelten nähert sich das Kreisdiakonische Werk Stralsund e.V. in seiner neuen Theaterinszenierung DIE ZEHN GEBOTE gemeinsam mit Menschen unterschiedlicher Herkunft und Glaubens dem berühmten Dekalog an. Auf sinnliche, ernste und zugleich humorvolle Weise betreten die Schauspieler und Schauspielerinnen Orte eigener existenzieller Erfahrungswelten und Ausnahmesituationen, indem die Verwundbarkeit und Zerbrechlichkeit der ZEHN GEBOTE durch menschliches Tun allzu deutlich wird – und er, der Dekalog, dieser Zauberspruch, kaum noch eine irdische Geltung hat. Und doch hangeln sich die Protagonisten immer wieder von Gebot zu Gebot in der Hoffnung zum ethischen Kern der ZEHN GEBOTE, der Gerechtigkeit, Menschenliebe und Freiheit zurückzukehren. Aber ist dies noch möglich, wo die Logik des Egoismus unserer Zeit allzu oft die Nächstenliebe überbietet?
Wo töten, Selbstsucht, Macht, Gier, Betrug oder Gleichgültigkeit immer noch als dunkle Geister unseres Menschseins umherirren und uns die Atemluft einer gemeingültigen Moral für den Frieden rauben? Welche Gebote bestimmen unser Leben noch? Auf welchen Werten gründet sich unsere Gesellschaft? Und in welche Widersprüche und moralischen Konflikte verstricken wir uns?

So ist das Theaterstück DIE ZEHN GEBOTE eine Reise, eine stille Suche, nach einem Ort, an dem der Mensch wieder träumen darf – einem Ort, an dem der Dekalog wieder zum inneren Gesetz der Herzen wird.

Eine Produktion des Kreisdiakonischen Werk Stralsund e.V. in Kooperation mit dem Theater Vorpommern mit Unterstützung der Aktion Mensch, des Landkreises Vorpommern Rügen, der Hansestadt Stralsund und dem Ministerium für Bildung, Kultur und Wissenschaft Mecklenburg-Vorpommern.

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