Macbeth

Macbeth“ von Shakespeare ist einer der großen Texte, die ihr Zentrum in der Gravitationskraft der Schuld finden. Schuldig in diesem Sinne wird, wer das eigene Begehren über das Gesetz und den Respekt vor dem Wert des anderen stellt. Macbeth scheint auf den ersten Blick Opfer der Gier seiner Frau zu sein, die dann zum Opfer seiner zerstörerischen Konflikte wird. Aber letztlich ist sie nur die Lunte an seinem eigenen Begehren, das sich dramatisch selbst entzündet. Letztlich geht er an dem Echo der Frage: „Ich tat die Tat. Was tut sie mir?“ zu Grunde. Diesem Stoff haben sich Patienten der forensischen Psychiatrie des Helios Hanseklinikums angenommen und präsentieren das Ergebnis in ihrer dritten Theaterproduktion des Kreisdiakonischen Werkes Stralsund e. V und des Helios Hanseklinikums. Letztlich ist es auch ihre Frage: „Wie lebt man, wie fühlt man, wie handelt man, wenn die Grenze zur Schuld überschritten ist.“

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