Orpheus — Schau mich an

Wir alle wünschen uns angeschaut, mit Blicken erfasst und verstanden zu werden. Im Blick des Anderen erfahren wir uns selbst als Echo, als Antwort. Aber Blicke können auch verletzen, stechen, töten und viel mehr. Vor allem: wenn man anders ist oder gar, wenn man ganz selbst ist. Von diesen Blicken erzählt das Projekt „Orpheus“ DER ECKIGEN. Wie noch keinem anderen Projekt ist es dieser Inszenierung gelungen den Mythos ganz aus dem Alltag der Schauspieler heraus zu spinnen und beides sich gegenseitig neu begreifen zu lassen.

Orpheus` Blick tötet seine Geliebte Eurydike aus zu großer Liebe. Er, der große Sänger, hat Eurydike schon einmal an den Tod verloren, weil er alle Blicke auf sich zog. Mit seiner Kunst und seiner Liebe kann er den Skandal des plötzlichen Todes Eurydikes zerstören und sich mit ihr auf den Weg von den Toten zu den Lebenden machen. Aber nur: wenn er nicht zurückschaut, nicht ihren Blick sucht. Doch Liebe will sich vergewissern, muss zurückschauen. Genau damit tötet sie die Möglichkeit des liebevollen, ins Leben gewendeten Blickes.

Blicke können viel mehr als schmeicheln oder töten.

In dieser Produktion arbeiten DIE ECKIGEN unter der Leitung von Franz Triebenecker wieder mit dem Komponisten Luca Carbonaro zusammen, dessen Musik von Mitgliedern des Orchesters der Universität Greifswald umgesetzt wird. Es entsteht ein „Orpheus“ der ganz aus den ECKIGEN kommt und sich dennoch in die großen Traditionen dieses Stoffes stellt. Premiere ist am 04. September im Theater Vorpommern in Stralsund. Karten für die Premiere und die folgenden Vorstellungen sind an der Theaterkasse erhältlich.

Entstanden ist die Produktion in einer Kooperation des Kreisdiakonischen Werkes Stralsund e.V. ; des Kreisdiakonischen Werkes Greifswald e.V., der Greifenwerkstatt des Pommerschen Diakonievereins und des Theaters Vorpommern. Möglich wurde diese Arbeit durch die großzügige Unterstützung durch die Aktion Mensch, die DAMP-Stiftung und die Hansestadt Stralsund.

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